Hiddensee ist eine kleine Insel vor der Westküste der Insel Rügen. Die Insel gilt als touristischer Spätentwickler und hat darum auch ihren Reiz weitestgehend erhalten können. Seit dem Jahre 1990 ist die Insel Hiddensee ein fester Bestandteil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Dieser Nationalpark umfasst eine Fläche von rund 800 Quadratkilometern. Zu dem Park gehören sowohl Teile der Halbinseln Darß als auch von Zingst.
Ausgegliedert wurden auf der Insel Hiddensee nur die Ortslagen Kloster, Grieben, Vitte und Neuendorf. Für den Hiddensee-Reisenden vor rund hundert Jahren war schon die Anreise ein Abenteuer. Man musste sich zu dieser Zeit noch abbooten lassen und ein Fährmann musste die Gäste von einem größeren Schiff abholen, weil das Wasser für große Schiffe einfach viel zu flach war. Im Jahre 1905 entstand eine Landungsbrücke. Nun war es wesentlich leichter, die Insel zu erreichen. Die Insel Hiddensee bietet ein nahezu ideales Reizklima. Für sportliche Aktivitäten sorgen zahlreiche Veranstalter. So kann man hier an entlegenen Flecken auch nackt baden. Was viele Vierbeinerfreunde besonders schätzen, ist der wunderbare Hundestrand. Bereits der Dichter Gerhart Hauptmann bemerkte in seinem Roman "Die Insel der großen Mutter" die vielen schönen Frauenköpfe, die man auf Hiddensee zu sehen bekommt.
Von Mitte Mai bis in den September hinein werden die Strandabschnitte in den Orten Vitte, Neuendorf und Kloster durch den DLRG überwacht. An welchem Ort der Welt könnte man wohl besser seinen Drachen steigen lassen als auf der Insel Hiddensee? Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit liegt im Örtchen Kloster bei 7 m/s. So ist die Insel ideal zum Segeln oder auch nur zum Drachen steigen lassen. In dem Örtchen Kloster in der alten, im Jahre 1888 entstandenen Seenotstation, zeigt das Heimatmuseum das Leben der einheimischen Bevölkerung in der Vergangenheit und der Gegenwart. Es zeigt die Traditionen, die Flora und Fauna sowie den Schatz der Wikinger. Das wertvollste Ausstellungsstück dieses Museums ist die Nachbildung des berühmten „Hiddenseer Goldschmucks“, diese Arbeit stammt aus dem 10. Jahrhundert und wird den Wikingern zugerechnet. Er wurde im Jahre 1872 auf der Insel Hiddensee gefunden. Dieser Goldschmuck ist ein wirkliches Kunstwerk.
Sehenswert ist auf der Insel Hiddensee zum Beispiel das Leuchtfeuer Dornbusch. Dieses Leuchtfeuer wurde im Jahre 1887 auf dem Schluckswieck erbaut und im Jahre 1888 in Betrieb genommen. Das Leuchtfeuer ist 72 m hoch und steht auf einem Dornbuschhügel, daher auch der Name. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist eine Sonnenuhr aus nur einem einzigen Granitblock. Sie befindet sich direkt neben dem Leuchtturm. Diese Sonnenuhr wurde durch den Künstler Jo Habort gestaltet. Der zweite Leuchtturm der Insel ist nur 10 m hoch. Der Süderleuchtturm, ist ein fest stehendes Licht. Bereits im Jahre 1306 durfte Stralsund hier auf der Insel eine „Luchte“ aufstellen. Sie wurde damals vom Kloster unterhalten. Ein Mönch betrieb jenen Leuchtturm zu der Zeit mit Holz und Teer. Direkt hinter jenem Leuchtturm ist für den Wanderer Schluss. Der nun folgende südliche Teil der Insel ist ein Vogelschutzgebiet und als solches nicht zugänglich. Man muss ja auch nicht alles gesehen haben.
Sie sehen selbst, die Insel Hiddensee ist ein abwechslungsreiches Urlaubsparadies für die ganze Familie. Hier gibt es neben einer wunderbaren Natur auch vieles Andere zu bestaunen. Sie können auch Schiffsreisen Lastminute buchen und dabei einen abstecher auf die Insel Hiddensee machen.
Ein Urlaub auf der Insel Hiddensee lohnt sich also auf jeden Fall.