Idyllisch an einer sanft nach innen gewölbten Küste liegt zwischen Sellin und Göhren der ehemalige Fischerort Baabe. Zwischen den drei Orten erstreckt sich ein kilometerlanger Sandstrand, auf dem man die beste Aussicht von den Seebrücken Sellin und Göhren genießt. Baabe selbst besitzt keine eigene Seebrücke. Wer also Ausflüge per Motorboot oder Schiff machen möchte, muss entweder per Pedes, per Fahrrad oder mit dem „Rasenden Roland“ einen von den Nachbarorten aufsuchen.
Östlich von Baabe befindet sich ein großer Campingplatz unmittelbar am Strand. Er war vor allem zu DDR Zeiten immer schon lange vor Saisonbeginn komplett ausgebucht. Hier traf man immer auf ein internationales Publikum, das sich mit dem milden Seeklima Linderung von Leiden der oberen Luftwege verschaffen wollte oder die Wirkung des Ostseewassers auf diverse Hautkrankheiten nutzen wollte. Die Badetradition reicht in Baabe mindestens bis ins Jahr 1895 zurück. Da wurde nämlich das erste öffentliche Strandbad des Ortes erreichtet, das 1913 umfangreich erweitert wurde.
Baabe hatte zeitweise Gästezahlen, die beim Achtfachen der gemeldeten Einwohnerzahlen lagen. Dazu trug auch bei, dass man Anfang des 20. Jahrhunderts die Seeallee errichtete, die noch heute als Flaniermeile von Baabe gilt. Versuche, die Fahrtgastschifffahrt in Baabe mit der Errichtung von Seebrücken zu etablieren, schlugen fehl. Die erste Seebrücke wurde ein Opfer der Wellen, die zweite wurde 1942 vom Eisgang zerstört.
Zu den sehenswerten Orten des liebenswerten Ostseebades zählen neben der Dorfkirche auch die im Originalzustand erhaltenen Reethäuser. Besonders beliebt bei den Hobbyfotografen ist der Aussichtspunkt am Baaber Bollwerk. Nicht weit entfernt kann man sich im Fischermuseum Mönchgut über die Geschichte und die Traditionen der Region informieren.