Der etwas mehr als 1.300 Einwohner zählende Badeort liegt am östlichsten Punkt der Insel Rügen. Er findet sich im Atlas unter der Bezeichnung Nordperd und trennt die beiden großen Strandabschnitte der Gemeinde voneinander. Die Gemeinde Göhren war eins eine Hochburg von Fischern und Lotsen. Schon sehr früh entwickelte sich hier der Badetourismus, was dazu führte, dass Göhren bereits 1878 den Zusatz Seebad bekam.
1899 fuhr das erste Mal der „Rasende Roland“ von Binz nach Göhren. Er trug dazu bei, dass die Gästezahlen rasant anstiegen. Zeitweise konnte man das Dreifache der Einwohnerzahl an Gästen aufnehmen. Wer sich in Göhren die gesundheitliche Förderung des Ostseeklimas gönnen möchte, der kann aus Hotelunterkunft, Ferienhaus, privatem Gästezimmer und dem mobilen Heim auf dem großen, westlich von Göhren gelegenen Campingplatz wählen.
Langweilig kann es in Göhren nicht werden. Wenn Petrus einmal nicht mitspielt und die Temperaturen für das Sonnenbad am Strand und den Sprung in die Fluten nicht geeignet sind, dann kann man sich die Zeit mit einem Spaziergang auf der 270 Meter langen Seebrücke vertreiben oder den Mönchguter Museen einen Besuch abstatten. Für Hobbyhistoriker empfiehlt sich eine Wanderung zum Hügelgrab Speckbusch, dessen Entstehung die Wissenschaftler in die Bronzezeit zurück datiert haben.
Von Göhren aus kann man auch schöne Wanderungen am Strand entlang machen. Parallel zur Küste führen auch Wege bis Binz hinüber, auf denen man die Sehenswürdigkeiten der anderen Orte mit dem Fahrrad erkunden und dazwischen eine herrliche Aussicht auf das Meer genießen kann. Dies macht es vor allem für Sport- & Naurfreunde zu einem absoluten Erlebniss, in dieses wunderschönes Ostseebad zu reisen. Dabei sollte man auch dem Drachenhaus einen Besuch abstatten und sich über das Leben und Wirken von Max Dreyer informieren, der als der bedeutendste Ostseedichter gilt.