Ückeritz findet man auf der Karte in der Mitte der Insel Usedom, die schon über ein Jahrhundert lang als Badeparadies an der Ostsee gilt. Knapp tausend Einwohner haben sich unmittelbar am Achterwasser ihr ständiges Domizil gesucht. Die Geschichte der Gemeinde lässt sich nachweisbar bis zum März 1270 verfolgen. Das Jahr 1388 bringt Ückeritz mit der Errichtung einer Gastwirtschaft die ersten Quartiere für Badegäste.
Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelt sich Ückeritz vom Fischerdorf immer mehr zum beliebten Seebad und erhält diesen würdigenden Zusatz zum Ortsnamen im Jahr 1892 verliehen. Der zu Zeiten der DDR zwischen Ückeritz und Bansin geschaffene Campingplatz erfreut sich allergrößter Beliebtheit und gilt unter den Insidern lange als größter Campingplatz in Europa. Die im Dünenwald in unmittelbarer Strandnähe gelegene Anlage ist auch heute noch ein gern angefahrenes Ziel für Badegäste mit mobilen Urlaubsquartieren, obwohl nur noch die zu Bansin zeigende Hälfte der einst 13 Hektar umfassenden Anlage besteht.
Ückeritz ist nicht nur Treffpunkt für Gäste, die sich am Strand entspannen oder sich zahlreichen Wassersportaktivitäten hingeben möchten, sondern auch ein beliebtes Ziel für künstlerisch interessierte Urlauber. Dafür sorgt die Künstlerkolonie, in der sich beginnend in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zahlreiche bekannte Maler angesiedelt haben.
Kurzweilige Beschäftigung für den Urlaub gibt es in Ückeritz zuhauf. Dafür sorgen nicht nur Surfschule und Yachthafen, sondern auch der Naturlehrpfad im Naturschutzgebiet Wockninsee, der 1967 ins Leben gerufen wurde. Bei den uralten Schwarzerlen und Eichen kommen die Botaniker genauso ins Schwärmen wie beim Sichten der Moosbeere und des Sumpfveilchens.
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